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Erektionsstörung (erektile Dysfunktion)

Die Potenz des Mannes ist im Laufe des Lebens niemals von gleichbleibender Qualität, sondern erheblichen Schwankungen und einem altersgemäßen
Kräfteverfall unterworfen. Chronische Erkrankungen, aber auch Stress und psychische Belastungen können sich nachteilig und schädigend auf die Potenz
des Mannes auch schon in mittleren Lebensjahren auswirken. Die moderne
Medizin hat erfolgversprechende Methoden zur Untersuchung und Behandlung
der Potenzschwäche entwickelt. Ihr Urologe ist besonders sexualmedizinisch
aus- und weitergebildet und hilft Ihnen gerne, Ihre Potenz wieder zu verbessern,
falls Sie diesbezügliche Probleme haben.

 

Ursachen der erektilen Dysfunktion

Ärzte gehen heutzutage davon aus, dass Erektionsstörungen zu je einem Drittel auf organische, psychische und auf eine Kombination aus beiden Faktoren zurückzuführen sind.

Seelische Probleme können Lust und Libido nachhaltig stören. Überdurchschnittliche berufliche Belastung, Arbeitslosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Lebenskrisen oder permanenter Stress können häufig zu einem verminderten Interesse an sexueller Aktivität führen. Oft kommt die Partnerschaft unter diesen Umständen zu kurz. Um eine Erektion aufzubauen, müssen Nerven, Muskeln und Blutzufuhr optimal aufeinander abgestimmt funktionieren. Nur wenn sich die nerven- und muskelregulierten Hohlräume im Penis (Schwellkörper) ausreichend mit Blut füllen können, wird eine Gliedsteife erreicht. Durch zahlreiche körperliche Faktoren kann dieser Erektionsmechanismus empfindlich beeinträchtigt werden. Oft bestehenmehrere Risikofaktoren gleichzeitig, wie Übergewicht, Bluthochdruck, Nikotin- und/oder Alkoholmissbrauch, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes mellitus. Auch einige Medikamente können zur Potenzschwäche führen. Erektionsstörungen sind oft Vorboten ernstzunehmender Erkrankungen (z.B. Durchblutungsstörungen oder Herzkranzgefäßverengungen)

 

Das klärende Gespräch

Je offener das Gespräch und je ehrlicher die Antworten, umso gezielter können wir als Urologen eine Diagnose stellen, um Ihnen zu helfen. Die Gewissheit der ärztlichen Schweigepflicht und die Tatsache, dass die sexuellen Probleme der Patienten für uns Urologen zur täglichen Praxis gehören, sollte Ihnen als Patienten die Scheu nehmen.

Bei der Behandlung von Potenzstörungen gibt es unterschiedliche Ansätze. Liegt die Ursache im psychischen Bereich, kann eine psychologische Beratung hilfreich sein. Zunächst ist eine Umstellung der Lebensweise ein erster Schritt zur Behandlung einer Potenzstörung. Eine gesunde Ernährung ist dabei genauso wichtig wie regelmäßige Bewegung oder Sport.

Zur speziellen, medikamentösen Therapie der Erektionsstörung gibt es seit einigen Jahren eine breite Palette an Medikamenten. Zu einer Revolution der Therapie der erektilen Dysfunktion kam es durch Entwicklung sogenannter PDE-5-Hemmer (Viagra©, Levitra© und Cialis©). Der Einsatz solcher Medikamente sollte erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen, so kann ein sicherer Einsatz gewährleistet werden. Auch die Anwendung erektionsfördernden Substanzen mittels Spritzen ist eine Alternative, die in unserer urologischen Praxis erlernt werden kann.

 

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)

Als vorzeitigen Samenerguss bezeichnet man die sexuelle Störung, bei der der Mann seinen Samenerguss oder Orgasmus zu früh bekommt. Der vorzeitige Samenerguss ist das häufigste sexuelle Problem des Mannes. Zum Problem wird es aber nur dann, wenn ein vorzeitiger Samenerguss von beiden Partnern als zu früh erlebt wird und dies die sexuelle Beziehung belastet.
Das Problem beginnt meist im jugendlichen Alter und verliert sich mit fortschreitendem Alter. Bei Männern, denen die Kontrolle über den Zeitpunkt des Samenergusses auf Dauer nicht gelingt, finden sich häufig ein überhöhtes Angstniveau, vermindertes Selbstwertgefühl und die Vorstellung, ein schlechter Liebhaber zu sein.

 

Was bewirkt ein vorzeitiger Samenerguss?

Ein vorzeitiger Samenerguss kann zu einer erheblichen Belastung der Beziehung zwischen Mann und Frau führen. Vom Mann wird das "Vorspiel" extrem verkürzt, dies hat dann oft einen Mangel an Erregung bei der Frau zu Folge. Das Resultat ist dann für die Frau ein schmerzhafter, unbefriedigender sexueller Kontakt ohne Höhepunkt. Eine deutlich reduzierte Anzahl von Sexual-Kontakten bis zum völligen Verzicht ist die Folge.

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